Getriebe
Bei den komplizierten und hochbelastbaren Getrieben wurden nur Produkte von der Friedrichshafener Zahnradfabrik verwendet. Die im Steigerwagen montierten Knüppelgetriebe sowie auch die halbautomatischen Soden-Getriebe, wiesen höchste Präzision und beste Qualität auf. Für die damalige Zeit war es etwas Besonderes, daß das Getriebe direkt am Motor angebaut war. Bei einigen anderen Herstellern wurde das Getriebe in die Fahrzeugmitte positioniert und über eine Welle mit dem Motor verbunden. Die Firma Steiger war zur damaligen Zeit einer der wichtigsten Großkunden der Friedrichshafener ZF Es ist bekannt, daß im Jahr 1921, bereits in der Inflationszeit, bei ZF Bestellungen in Höhe von 1.230.000.- Mark vorlagen. Weiter ist bekannt, daß die Firma Steiger am 1. September 1922 bei ZF eine Bestellung in Höhe von 14.200.000.- Mark tätigte.
Das
auf der Automobilausstellung 1921 vorgestellte mechanische Soden-Vorwählgetriebe
der ZF wurde für die Steiger-Wagen als Sonderzubehör angeboten. Es handelt
sich hier um ein 4-Gang-Vorwahlgetriebe mit Rückwärtsgang, dessen Zahnräder
sich im Dauereingriff befanden und über Klauenkupplungen geschaltet wurden. Der
jeweils gewünschte Gang konnte zu beliebiger Zeit vor dem Schalten mittels
Hebel am Lenkrad oder auch am Armaturenbrett vorgewählt werden. Die vorgewählte
Übersetzung wurde beim Durchtreten des Kupplungspedals durch Federkraft
automatisch ausgelöst. Die Verbindung zwischen Hebelbedienung und Getriebe
erfolgte über Seilzug.