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Zu diesem Buch

Meine Verbundenheit zur Firma Steiger reicht bis in meine Jugend zurück: 1986 veröffentlichte Lokalredakteur Matthias Bartels eine Serie über die Autofirma Steiger aus Burgrieden, die ich mit großem Interesse gelesen habe.

Daraufhin erzählte mir mein Großvater seine Begegnungen mit Steiger. Angesteckt von seiner Begeisterung, habe ich dann angefangen, Erinnerungen und Dokumente über diese einmalige Autofabrik zu sammeln.

Die Recherchearbeit war faszinierend. Ich durfte interessante Menschen kennen lernen, ja, es entwickelten sich Freundschaften mit Personen, die älter waren als meine Großeltern! Angeregte Gespräche und Diskussionen über die Steigerzeit ließen den Altersunterschied gänzlich schwinden. Ein paar Stunden der Jugendzeit in den 20er Jahren waren für diese Personen zurückgekehrt.

Parallel zu den Gesprächen recherchierte ich systematisch in Museen, Archiven und bei Kennern der Oldtimerszene. Zunächst löcherte ich Fachleute in ganz Deutschland mit meinen Fragen. Dann brachten Annoncen und Berichte in internationalen Fachzeitschriften eine Fülle von Informationen aus dem europäischen Ausland, aus Amerika und einigen anderen Ländern der Erde. Auch ein reger Informations- und Materialaustausch mit Gleichgesinnten, die sich mit  anderen Autofirmen aus der Zeit beschäftigen, kam zustande.

Äußerst kurios ist, daß ich einst seltene Relikte eher erwerben konnte als Dinge aus der Serienproduktion. Eine Kotflügel-Standarte mit einer Kühlerfigur als Spitze und dem Steigerwappen als Wimpel - sie wurde nur bei Repräsentationsfahrzeugen montiert - war vor einer serienmäßigen Kühlerfigur in meinem Besitz. Bevor ich mein erstes Steigerprospekt für teures Geld erwerben konnte, bekam ich 14 Druckplatten mit den Prospektmotiven geschenkt. Jedoch hundert- oder sogar tausendfach gefertigte Fahrzeugteile oder Relikte aus dem Werk sind verschollen. In Ulm archiviertes Material über die Firma wurde durch Kriegseinflüsse des II. Weltkriegs vernichtet.

Mein größter Wunsch ist, einen Steigerwagen zu besitzen, egal in welchem Zustand. Wahrscheinlich bleibt es ein Traum. Vielleicht findet nach Erscheinen dieses Buches das eine oder andere Steigerteil den Weg zum Autor, der mit Respekt diese Dinge und somit auch deren Geschichte erhält.

Ich danke allen Personen, die zu diesem Buch beigetragen haben und wünsche viel Spaß beim Lesen und Betrachten.

Michael Schick

Nachtrag:

Nachdem das Buch seit etwa dem Jahr 2000 total vergriffen ist, habe ich mir eine 2. Auflage überlegt. Jedoch erscheint eine 2. Auflage als unwirtschaftlich, obwohl eine gewisse Anzahl Interessenten auf diese 2. Auflage warten.  

Das Internet macht nun diese 2. Auflage, welche öfters aktualisiert wird möglich. Leider nicht in Buchform, dafür im Internet online, lebendiger, umfangreicher und völlig kostenlos für den Leser !

 

 

 

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