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Vorwort von Herrn Josef Pfaff,   

Bürgermeister in Burgrieden

 

Eine Autofabrik in einem oberschwäbischen Dorf? Sie werden sagen: Das gibt es nicht. Richtig! Aber es gab sie. Ganz untypisch für eine ländliche Gemeinde beherbergte Burgrieden, ein kleiner Ort, nahe Laupheim, zwischen Ulm und Biberach gelegen, in den 20er Jahren eine Autofabrik, die Firma Steiger. Entstanden aus einer Appretur mit Färberei, die während des 1. Weltkrieges in die Rüstungsproduktion mit einbezogen war, entwickelte sich schnell ein Hersteller hervorragender Personenkraftwagen, die nicht nur alltagstauglich waren, sondern vor allem auch im Rennsport Aufsehen erregten.

Die Autofabrik Steiger hat über viele Jahre die Entwicklung der Gemeinde Burgrieden nachhaltig beeinflusst, zumal es in damaliger Zeit eine große Besonderheit darstellte, dass in einem ansonsten bäuerlich strukturierten Dorf ein Industriebetrieb mit einigen hundert Mitarbeitern ansässig war. Auch heute noch dienen Gebäude der ehemaligen Firma Steiger mehreren Betrieben als Produktionsstätte, die „Fabrik“ und die Villa von Herrn Steiger prägen nach wie vor das Ortsbild, obwohl die Autoproduktion bereits im Jahre 1927 ein unglückliches Ende fand.

Dieses Buch liefert umfassende historische und technische Beschreibungen über das Steiger-Automobil und die Steiger’sche Firmengeschichte, durch viele seltene Fotoaufnahmen zusätzlich veranschaulicht. Michael Schick hat sich akribisch wie keiner vor ihm auf die Spurensuche begeben und aus einer Vielzahl von Detailinformationen ein einzigartiges Werk zur Geschichte dieser oberschwäbischen Autofabrik geschaffen. Sowohl technische Insider wie auch interessierte Laien können sich beim   Lesen dieses Buches in die Automobilgeschichte zu Beginn unseres Jahrhunderts zurückversetzen lassen.

 

Bürgermeister in Burgrieden

 

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