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Ein Steiger keht zur

Produktionsstätte zurück

Besuch der Familie Hoebig mit Freunden in Laupheim und Brurieden am 20. und 21. Juni 2015

Pressebericht

Wie in der Presse, per Mail und Mundpropaganda angekündigt, ist am Wochenende des 20./21. Juni 2015 ein Steiger 10/50 Sport zur Produktionsstätte nach Burgrieden zurück gekehrt.

Ein besonderes Ereigniss für alle, ob Gastgeber, Gäste oder Besucher. Es waren alle überwältigt von diesem einmaligen Besuch. Die Familie Hoebig hat sich mit Freunden, darunter ist das Restauratorenteam auf den Weg zur Produktionsstätte gemacht. Folgende Bilder geben einen kleinen Eindruck. Weitere Bilder folgen.

Erste Station war hier in Laupheim bei der Familie Schick. Hier warteten rund 70 steigerbegeiterte Freunde auf die Ankunft.

 

Aus Flur und Esszimmer wird ein Steiger Ausstellungsraum.

Die Garage wird zum Show-Room.

Der "Altar" mit den Steiger-Heiligtümern.

Alles ist vorbereitet, das warten auf die Gäste und den Steiger.

Endlich da, ein monate langes Warten hat sein Ende.

Noch ein paar kleine Vorbereitungen, dann schnurrt der Steiger.

Kaum abgeladen, kommen die ersten Fans.

Ankurbeln ist Männersache!

Ankunft im Hafnergässle bei der Familie Schick.

Da steht der seltene Gast, im Mittelpunkt und die Gäste werden begrüßt.

Sehr geehrter Herr Hoebig, lieber Alexander, liebe Freunde der Familie Hoebig, ich darf Sie hier in Laupheim und später in Burgrieden sehr herzlich willkommen heißen.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Pfaff, liebe Freunde des historischen Vereis aus Burgrieden, liebe Steigerfreunde, Kollegen und Nachbarn,
es ist für uns alle ein außergewöhnlicher Tag, an dem wir Sie lieber Herr Hoebig mit Ihrer Familie und Freunden hier willkommen heißen dürfen. Sie haben einen langen Anfahrtsweg und wir fühlen uns sehr geehrt, dass Sie uns hier mit Ihrer Familie und Freunden besuchen.
Schwer zu übersehen und schwer zu überhören ist Ihr Mitbringsel, ihr frisch restaurierter Steiger-Sport.
Begrüßen möchte auch jene Steigerfreunde, die mir seit Jahren immer wieder Tipps geben, helfen und von denen ich auch Steigerteile bekommen habe und mit denen ich seit Jahren auch in Verhandlung bin. Herzlich willkommen Herr Helmut Leicht aus Ulm, wir kennen Ihn von der Ulmer Technorama, Herr Hans Hartz von dem ich bis jetzt am meisten abschwatzen konnte, Herr Eugen Heisch aus Ulm und mein Freund Roland Müller.
Auch Marlies Grötzinger und Ihr Mann möchte ich herzlich begrüßen. Sie half mir bei meinem Buch den letzten Schliff rein zu bekommen.
Bereits vor mehr als 15 Jahren schwärmten Sie lieber Herr Hoebig von der Restaurierung des Steigers. Oft telefonierten wir und ich habe aus meinem Archiv alle verfügbaren Bilder gekramt um Ihnen eine kleine Stütze bei der Restaurierung geben zu können.
Ich finde es auch bewundernswert , dass gerade der Steiger in Ihrer herausragenden Sammlung so im Mittelpunkt steht. Ich glaube der Steiger parkt in Ihrem Herzen!
Der Steiger, wie er da steht, ist über 90 Jahre alt!  Wie und was er in seiner Jugend genau gemacht hat und wen er so alles rumchauffiert hat, ist nicht mehr bekannt. Jedoch war sein Autoleben höchst wechselhaft und sicher anstrengend.
Der junge Steiger ist irgendwann, vermutlich gleich nach der Produktion nach Amerika ausgewandert. Wer das Auto exportierte und welche Besitzer er hatte ist nicht bekannt. Sein letzter Besitzer ein Autohändler in Santa Barbara in Kalifornien konnte mir nichts darüber erzählen, als ich mit ihm telefonierte, so war die Spur die ich verfolgen wollte recht kurz.
Der Wagen wurde Mitte der 80er Jahre mehrfach in Deutschland angeboten. Damals mit Polaroid-Bildern die noch kopiert und gefaxt wurden, wurde das Auto angeboten wie SAUERBIER. Ich war damals noch nicht vom Steigerfieber infiziert, das übrigens unheilbar ist.
Meine Frau Vlasta und meine Tochter Julia versuchen mich zu therapieren, was ihnen nicht gelingt. So möchte ich an dieser Stelle meiner Frau Vlasta und meiner Familie und meinen Freunden DANKEN die mich hier und heute bei dem Fest unterstützen.
Das ist ein dicker Applaus wert!!!
Herr Hoebig hat mit seinem Sohn Alexander und Freunden den Steiger in den letzten Jahren restauriert.
Ich möchte die Art der Restaurierung als Vorbild für andere Oldtimerfreunde empfehlen. Als nebenberuflicher Restaurator für Grabsteine und kleiner Kenner der Materie möchte ich die Restaurierung des Steigers als DENKMALGERECHT bezeichnen.
Das Auto ist über 90 Jahre alt, es wäre ein Betrug an der Geschichte, würde der Wagen aussehen als komme er frisch aus dem Werk. Die Restauratoren haben alte, originale Substanz erhalten und nur dort ersetzt, wo es nicht anders ging. Die Technik wurde instand gesetzt, aber auch historisches wieder eingesetzt und nur wenn unbedingt nötig ersetzt. So ist das Chassis des Fahrzeuges vollkommen historisch.
Welche Karosserieform der Wagen hatte konnte nicht mehr nachvollzogen werden. Auf jeden Fall hat der Wagen das Werk in Burgrieden nur als Chassis verlassen, es war Aufgabe des Kunden sein Fahrzeug karossieren zu lassen. Ob ein viersitzer Tourenwagen oder ein zwei sitziger Sportwagen daraus wurde oder wie hier ein Fahrzeug mit Rennkarosserie war dem Kunden überlassen. Erst zwei Jahre später erkannte die Firmenleitung in Burgrieden und dem Karosseriebauer Hans Neuer dass mit dem Karosseriebau auch gutes Geld zu verdienen ist.
Herr Hoebig hatte sich entschlossen mit seinem Restauratorenteam das Fahrzeug mit einer Rennkarosserie aufzubauen, was wirklich gelungen ist. Historische Aufnahmen, die Sie hier unten im Esszimmer und in der Garage bestaunen können bestätigen dies.
Die Reden sollen kurz sein und die Würste lang...
So darf ich Sie nun alle hier als unsere Gäste begrüßen und wünsche einen schönen Nachmittag. Ich darf Sie bitten sich mit Getränken, Kaffee und Kuchen zu versorgen.
Wir werden hier in Laupheim gehen 16:45 Uhr Richtung Burgrieden (vielleicht mit einer kleinen Runde durch die Stadt) aufbrechen. Wer mit seinem Oldtimer da ist soll sich bitte gleich hinten anschließen.
Die Steiger-Prozession wird in Burgrieden mit Blasmusik und Böllerschüssen empfangen und es beginnt das Dorffest. Dort wird der Steiger auch ausgestellt. Heute Abend übernachtet der Steiger an seiner Produktionsstätte in Burgrieden und morgen ist das Auto weiter beim Dorffest im Mittelpunkt.
Die schlechte Nachricht!
Herr Hoebig will den Steiger morgen Abend wieder mitnehmen.
So wünsche ich uns allen hier einen schönen Nachmittag mit leckeren Kaffee und Kuchen sowie tollen Gesprächen.

 

 

Interessante Fachgespräche und gute Unterhaltung prägen den Nachmittag.

Kurz vor 17 Uhr brechen wir in Laupheim auf Richtung Burgrieden, das Wetter... Samstags wird sowieso gebadet, das passt dann gerade.

Mit Blasmusik und Böllerschüssen wird der Steiger mit seinen Gästen nach 94 Jahren Empfangen.

Nun lacht auch wieder die Sonne.

Ehrenfoto für die Burgriedener Blasmusik.

Die Bürger von Burgrieden sind überwältigt und stolz auf den Besucher.

 

Beim Historischen Verein werden die dortigen Steigerschätze präsentiert. Hier das Modell des Motors welches Stefan Gründler und Franz Englert geferigt hatten.

Das Nachtlager wird für den Steiger in Laupheim bereit gestellt.

 

Ein Anblick an den ich mich gewöhnen könnte.

Sonntag früh, es sollte noch getankt werden. Gelegenheit für Julia im Steiger mitfahren zu dürfen.

Ankurbeln ist Männersache, - habs geschafft !

Wie damals, Pose am Werkstor.

 

Das Restauratoren Team.

Zweiter großer Empfang in Burgrieden, am Sonntag.

Die Storry des Tages:
Eine unglaubliche Geschichte
„....Micha, du hast das was in Deiner Vitrine“
Das waren die Worte, die Alexander Höebig an mich am Sonntag Morgen in Burgrieden an mich richtete und was dann geschah erscheint unglaublich.
Alexander hatte das Typenschild seines Wagens mit der Seriennummer 624 in meiner Vitrine am Samstag entdeckt. Er dachte sich zunächst. Ja, das wäre eine schöne Vorlage für unser fehlendes Typenschild, als er die Nummer 624 las, war er Sprachlos und musste den angenehmen Schock erstmal verdauen.
Das Typenschild erhielt ich vermutlich in einem Konvolut von Teilen vom Sohn des Firmenbesitzers Walther Steiger, Walther Steiger Junior. Er vermachte mir im April 1992 einen wahren Steiger-Schatz. Neben einem Cockerel-Fahrradhilfsmotor war auch die Autofahrermütze seines Vaters dabei und ein großer Stapel mit originalen Aufnahmen vom Werk. Und eben auch das Typenschild.
Walther Steiger erhielt das Typenschild vom dem amerikanischen Händler Paul B. Moser aus Kalifornien. Walter Steiger war das Auto, welches nun Herrn Hoebig gehört, auch angeboten worden und er war mit Moser in Kontakt. Vermutlich als Beweis für die Existenz des Fahrzeuges, wurde das Typenschild in den USA abgeschraubt und die Schrauben beim Fahrzeug zurück belassen. Alte kopierte Aufnahmen aus den 80er Jahren, welche Moser für den Verkauf fertigte, bestätigen dies. Sie Stelle, an welchem das Typenschild befestigt war ist auffallend hell. Wäre das Typenschild montiert gewesen, wäre die Stelle dunkel, da das Messingschild dunkelbraun anläuft. Jedoch wenn das Schild abgeschraubt wird ist die Stelle dahinter ohne Verschmutzung und hell.
Als Alexander Hoebig mir seine Entdeckung mitteilte, wurde am Sonntag früh unverzüglich das Typenschild aus der Vitrine geholt vom Holzsockel geschraubt und an das Fahrzeug nach mehreren Jahrzehnten zurück montiert.
Hätte ich frühere reagiert, so hätte ich sagen können das Auto gehört an mein Typenschild....
Fotos von Thomas Freidank








Vielen Dank an:
 

PRESSEBÜRO

Thomas Freidank

(Dipl.-Journalist)

  www.thomas-freidank.de

Abschied von Burgrieden.

 

Weitere Fotos folgen!

 

 

 

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